Vor der sanierungsbedingten Museumsschliessung 2024 bis 2025 zeigt «Forever Young» nochmals alle Bilder des französischen Impressionismus, weitere wichtige Werkgruppen von Corot und Boudin sowie die venezianischen Veduten. Fast alle bekannten Namen sind vertreten: Cassatt, Cézanne, Degas, Gauguin, Monet, Pissarro, Renoir und Sisley. Heute zählt die Langmatt zu den bedeutendsten Privatsammlungen des Impressionismus in Europa.
Ash Keating (*1980 in Melbourne/Australien, lebt dort) hat sich international einen Namen gemacht mit spektakulären Bemalungen ganzer Gebäude und riesiger Wände. In einer öffentlichen, performativen Aktion kurz vor der Badenfahrt verwandelt Ash Keating das zeitlebens etwas stiefmütterlich behandelte Verwalterhaus im Park der Langmatt in ein gewaltiges dreidimensionales Gemälde.
Reto Boller (*1966 in Zürich, lebt dort) zählt zu den erfindungsreichsten Schweizer Künstlern. Im Rahmen der Gesamtsanierung der Langmatt wurde Reto Boller – neben dem Künstlerinnenduo Bigler/Weibel und dem Cartoonist Silvan Wegmann – zu einem von drei prozesshaften Langzeit-Kunstprojekten eingeladen. Drei verschiedene Perspektiven und künstlerische Medien begleiten und dokumentieren die baulichen Veränderungen während der rund zweijährigen Gesamtsanierung.
2023 verwandelt sich die Langmatt in ein veritables Geisterhaus. Diverse Geister unbekannter Herkunft sowie untote Haustiere, ehemalige Bewohner*innen und Bedienstete spuken in der über hundertjährigen Villa und verbreiten Angst und Schrecken. Der Comedy-Audioguide «Geisterhaus Langmatt» lässt die zahlreichen Geister erstmals zu Wort kommen. Für reichlich Humor und unerwartete Überraschungen ist gesorgt.
Jahre bevor Sidney W. Brown (1865–1941) in Baden eine Heimat fand, suchte er das grosse Abenteuer in der Südsee. Das Familienarchiv lädt ein zu einer aussergewöhnlichen Reise mit kühnen Menschen und wunderbaren Objekten um den halben Globus und zurück.
Die Ausstellungsreihe «Raumfahrt» präsentiert junge Schweizer Kunst in den Kellerräumen des Museums. Der Begriff «Raumfahrt» ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn das Publikum ist eingeladen, ehemals nicht zugängliche Räume der Langmatt zu erkunden und eine «andere» Langmatt jenseits der herrschaftlichen Räume im Obergeschoss kennenzulernen.
Seit die Industriellenfamilie Brown ihre herrschaftliche Jugendstilvilla bezog, erfuhr es eine Reihe baulicher Metamorphosen, die von sich verändernden Ansprüchen erzählen. Historische Pläne, Briefwechsel und Baurechnungen, fotografische Ansichten und architektonische Trouvaillen zeichnen die wechselvolle Geschichte von der intimen Wirk- und Wohnstätte bis zu einem öffentlich zugänglichen Museum nach.
Silvia Bächli (*1956 in Baden, lebt in Basel und Paris) gilt als eine der bedeutendsten Kunstschaffenden im Medium der Zeichnung. Bereits in den 1990er-Jahren wurde ihre Arbeit international gezeigt. In der Gemäldegalerie zeigt sie eine neue Serie grossformatiger malerischer Zeichnungen auf Papier, die als locker umlaufendes Band ohne Verglasung direkt auf den Wänden präsentiert werden. Zu unterschiedlichen Intervallen rhythmisiert, entwickeln die einzelnen Zeichnungen eine installative, raumgreifende Energie, die mit dem historischen Ausstellungsraum in einen spannungsvollen Dialog tritt.
Mark Wallinger (* 1959 in Chigwell/UK, lebt in London) gilt als einer der bedeutendsten britischen Kunstschaffenden der Gegenwart. 2001 vertrat Mark Wallinger Grossbritannien an der Biennale Venedig, 2007 erhielt er den Turner-Preis, einen der weltweit wichtigsten Preise für Gegenwartskunst. Erstmals in der Schweiz wird der Künstler in der Langmatt seine Bilder und Zeichnungen zeigen: grossformatige, gestische, auf Schwarzweiss reduzierte Arbeiten. Bei allen Unterschieden zum französischen Impressionismus in der Sammlung des Museums sind hier wie dort Licht und Bewegung die zentralen Bildelemente. Eine erstaunliche Begegnung der Epochen.
Das Schaufenster Archiv erhielt 2021 erstmals einen eigenen Präsentationsraum im ersten Obergeschoss. Das Format präsentiert seit 2019 ausgewählte Archivalien aus den umfangreichen Beständen des Museumsarchivs zu einem zweimal jährlich wechselnden Thema. 2022 stehen die historischen Postkartengrüsse und die Langmatt als musikalischer Treffpunkt im Fokus.
In den drei Kellerräumen der Langmatt erhalten erneut junge Schweizer Kunstschaffende eine Plattform für ihre aktuelle Arbeit. Die «Raumfahrt» fühlt zum sechsten Mal der jungen Generation den Puls und vermittelt überraschende Einblicke in neue Entwicklungen. Museen und Insekten scheinen auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun zu haben. Gerade in den Kellerräumen der Langmatt, wo die Ausstellungsreihe «Raumfahrt» stattfindet, sind Spinnen und Asseln häufige, aber unwillkommene Gäste. Die nächste Ausgabe der «Raumfahrt» wird sich den ungebetenen Gästen aus künstlerischer Perspektive nähern. Wir begegnen Insekten, Spinnen und Läusen in der Regel nicht mit Vermenschlichung und Zuneigung, sondern mit Ekel und Ablehnung.
Eric Hattan (*1955 in Wettingen, lebt in Basel und Paris, Frankreich) zählt zu den erfindungsreichsten Konzeptkünstlern der Schweiz. Seine künstlerische Sprache zeigt sich chamäleonartig in diversen Medien und findet seit vielen Jahren internationale Beachtung. Der Titel der Einzelausstellung spielt auf die britische Teekultur an und somit auf die Herkunft von Sidney Brown, der mit seiner Frau Jenny und seinen drei Söhnen in der Langmatt lebte. In den historischen Räumen der Villa überrascht Eric Hattan mit kontrastreichen Dialogen zwischen Gegenwart und Belle Époque.
Birgit Kempker (* 1956 in Wuppertal, lebt in Basel) zählt zu den geheimnisvollsten und erfindungsreichsten Autorinnen der Schweiz. Sie wurde mit Prosawerken und Hörstücken bekannt und erhielt zahlreiche Preise. Erstmals ist sie in der Langmatt als unerschrockene Zeichnerin zu entdecken. In den skizzenhaften Blättern finden Sprache und Bild eine gemeinsame Wellenlänge und stellen mit voller Wucht und zarter Verletzlichkeit grosse, existentielle Fragen.
Die Langmatt wurde Schauplatz eines Verbrechens! Kommissarin Hugentobler ist zur Stelle, um das Rätsel mit Hilfe der Tiere der Sammlung zu lösen. Das Comedy-Hörstück «Tatort Langmatt» gibt Hinweise und begleitet eine abenteuerliche Spurensuche durchs Museum. «Tatort Langmatt» ist ein digitales Vermittlungsprojekt für alle Generationen, das zu einer spielerischen Entdeckung einer erstaunlichen Vielfalt an Tieren in der Sammlung einlädt.
Wie sehen impressionistische Bilder ohne Rahmen aus? Darf man sie so überhaupt zeigen? Und wie wirken sie in anderen Rahmen, in silbernen, schwarzen oder zeitgenössischen? Die Ausstellung zeigt, in welch ungeahntem Mass Rahmen die Wahrnehmung und Wahrnehmungsgewohnheiten prägen. Eine überraschende Sammlungspräsentation der grössten Impressionistengruppe der Langmatt.
13 zeitgenössische Schweizer Kunstschaffende, die im Museum Langmatt einmal ausgestellt haben, schicken der Langmatt liebe Grüsse in digitaler Form. Ausgedruckt mischen sich die postkartengrossen Grüsse mutig unter die Impressionisten der Sammlung in der Gemäldegalerie. Im Laufe der Ausstellung kommen immer neue «Grüsse» hinzu, was zu einer fortlaufenden Veränderung führt.
Das Museum Langmatt zeigt die erste Ausstellung der Collagen von Herta Müller (*1953 in Nitchidorf / Rumänien, lebt seit 1987 in Berlin) in der Schweiz. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart. Hauptthema sind die furchtbaren Erlebnisse während der kommunistischen Diktatur in Rumänien. In ihren Collagen und Romanen beschreibt Herta Müller bildhaft, wie jahrzehntelange Überwachung, staatliche Bevormundung, Inhaftierung und Folter die Menschen verändern und zerrütten. 2009 wurde der Autorin der Literaturnobelpreis verliehen.
Das Schaufenster Archiv erhält 2021 erstmals einen eigenen Präsentationsraum im ersten Obergeschoss. Das Format präsentiert seit 2019 ausgewählte Archivalien aus den umfangreichen Beständen des Museumsarchivs zu einem zweimal jährlich wechselnden Thema. 2021 stehen die ehemaligen Angestellten und die Bibliothek der Browns im Fokus. Das Archiv wurde 2017–18 zu grossen Teilen systematisch erschlossen und teilweise digitalisiert. Es beinhaltet unter anderem Urkunden, Briefe, Postkarten, Tagebücher und Fotografien aus dem Nachlass der Familie Brown. Der zeitliche Rahmen der aufbewahrten Dokumente umspannt die Jahre 1850 bis 1987.
Zum fünften Mal präsentiert das Museum Langmatt die Ausstellungsreihe «Raumfahrt», eine Plattform für junge Schweizer Kunst in ehemaligen Kellerräumen des Hauses. Im Fokus stehen neue künstlerische Sprechweisen, insbesondere Installation, Neue Medien und gattungsübergreifende Formulierungen. Gleichzeitig spürt die «Raumfahrt» auch inhaltlichen Tendenzen in der jüngeren Kunst nach und schlägt thematische Klammern vor. Die «Raumfahrt V» stellt subjektive Zukunftsszenarien in den Fokus.
Vivian Greven (*1985 in Bonn, lebt in Düsseldorf) zählt zu den vielbeachteten, jungen Malerinnen in Deutschland. In den letzten Jahren wurden ihre suggestiven Bilder in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. In ihrer ersten Einzelausstellung in der Schweiz vermittelt die Künstlerin im Museum Langmatt einen konzentrierten Einblick in ihre aktuelle Arbeit.
Not Vital (*1948 in Sent / CH, lebt in Beijing, Rio de Janeiro und Sent) gilt als einer der bedeutendsten Schweizer Künstler der Gegenwart. Durch Ateliers und Arbeitsorte auf der ganzen Welt verfügt Not Vital über bemerkenswerte Kenntnisse anderer Kulturräume.
Das Museum Langmatt präsentiert die erste Einzelausstellung von Rose Wylie (* 1934 in Kent, lebt dort) in der Schweiz. Sie gilt als eine der bedeutendsten britischen Künstlerinnen der Gegenwart, obwohl sie den internationalen Durchbruch erst im hohen Alter erreichte. Einmal mehr ist in der Langmatt eine bemerkenswerte Malerin zu entdecken, die unbeirrt und mutig ihren künstlerischen Weg verfolgt.
Wir feiern das Jubiläum mit einer umfassenden Sammlungsausstellung, die unter dem Titel «Herzkammer – 30 Jahre Museum Langmatt» die bedeutendsten und interessantesten Bilder und Objekte der Sammlung in üppiger Vielfalt in der Gemäldegalerie – der «Herzkammer» der Langmatt – präsentiert.
Als Gastkünstlerin der Jubiläumsausstellung «Herzkammer – 30 Jahre Museum Langmatt» zeigt Sandra Senn 38 subtile Textinterventionen, die für die Räume der Langmatt, die historischen Annexgebäude und weitere Orte im Park entstanden sind sowie neue malerische Fotografien. Zu entdecken bis 6. Dezember 2020.
Im Salon, der gleich auf den Eingangsbereich folgt, schmückten die Veduten über viele Jahre hinweg die Wände. Die neue Präsentation in den Räumlichkeiten im Obergeschoss ermöglicht einen frischen Blick auf die bemerkenswerte Vedutenserie und lädt zu gedanklichen Streifzügen durch die Serenissima ein.
Zum vierten Mal misst die Ausstellungsreihe Raumfahrt der jungen Schweizer Kunst den Puls und präsentiert in den Kellerräumen aktuelle Positionen. Mit Werken von Frédéric Gabioud (* 1990, Lausanne), Martin Jacob (* 1989, St-Aubin-Sauges), Noha Mokhtar (*1987, Genf).