Museum Langmatt, zur Startseite
laden ...

Die Geschichte der Sammlung Langmatt und ihrer Provenienz bietet Einblick in Entstehung, Erwerb und heutige Bedeutung.

Die Sammlung des Museums Langmatt wurde im Wesentlichen zwischen 1900 und 1933 von Sidney und Jenny Brown angelegt. Der Kern besteht aus rund 50 herausragenden Gemälden des französischen Impressionismus von Künstlern wie Cassatt, Cézanne, Degas, Gauguin, Monet, Pissarro, Renoir und Sisley. Der grösste Teil dieser Werke wurde zwischen 1908 und 1919 bemerkenswert früh erworben, als der Impressionismus noch zur zeitgenössischen Kunst zählte. Wertvolle französische Möbel aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Skulpturen, Zeichnungen, Textilien, Silber und Porzellan sowie chinesische Keramik ergänzen das einzigartige Ensemble.

Lesen Sie mehr über die Entstehung der Sammlung.

Highlights

Provenienzforschung

In einem knapp dreijährigen Provenienzforschungsprojekt, erarbeitet von 2022 bis 2024 mit Lange & Schmutz Provenienzrecherchen, wurden am Museum Langmatt 13 zumeist impressionistische Gemälde untersucht. Bei der Provenienzforschung (von lat. provenire, «herkommen») werden die Herkunft und die Geschichte der Besitzverhältnisse von Kulturgütern untersucht. Beim Museum Langmatt betraf dies die Provenienz der genannten 13 Gemälde. Diese hatten Jenny und Sidney Brown als späte Ergänzungen ihrer Impressionismus-Sammlung zwischen 1933 und 1940 erworben. Das Bundesamt für Kultur unterstützte das Projekt von 2023 bis 2024.

Für zwei der Werke, «Früchte und Ingwertopf» von Paul Cézanne und «Fischerfrauen am Strand von Berck» von Eugène Boudin, erzielte die Stiftung Langmatt auf Grundlage der Washingtoner Richtlinien eine gerechte und faire Lösung mit den Nachkommen der ehemaligen Eigentümerschaft. Für die übrigen Werke ergaben sich per Projektabschluss keine Hinweise oder Belege für NS-Raubkunst, oder es konnte ein solcher Zusammenhang ausgeschlossen werden.

Das umfangreiche und arbeitsintensive Provenienzforschungsprojekt des Museums Langmatt erbrachte zahlreiche Erkenntnisse und erfüllte die hohen Erwartungen. Da Ergebnisse der Provenienzforschung generell Momentaufnahmen darstellen, wird das Thema auch in Zukunft weiterverfolgt. Die Untersuchungsergebnisse sind in Form zweier umfangreicher Berichte auf dieser Seite öffentlich zugänglich. Der Schlussbericht des Projekts für das Bundesamt für Kultur vermittelt einen detaillierten Überblick. Der separate Forschungsbericht zu «Früchte und Ingwertopf» wurde von der Stiftung Langmatt bei Lange & Schmutz zusätzlich in Auftrag gegeben.