2015


Programm im Mai 

Jpeg plakat

   

Sonntag, 17. MAI, 10.00 — 17.00 UHR

38. Internationaler Museumstag unter dem Motto:

Lebendige Traditionen. Gestern — Heute — Morgen

Kurzführungen durch die Ausstellungen;

Parallelangebot für Kinder und Familien.


Dienstag, 19. MAI, 20.00 UHR

Langmatt macht Kino, im Kino Orient

Erfinderland Schweiz — Von Visionären und Tüftlern

Ein Film von Peter Höllrigl, mit Gespräch mit

dem Filmemacher


SA 23. MAI 11.00 UHR*

Führung durch die Ausstellungen mit Sarah Zürcher

Feminine Futures - The Membrane of The Dream &

The Membrane of The Real I


Sonntag, 31. MAI, 11.00 UHR*

Sonderkonzert Capriccio Barock Orchester


*um Anmeldung wird gebeten

inserat-langmatt-orange















Öffnungszeiten


Geöffnet vom 1. März bis zum 30. November:


Samstag, Sonntag, Feiertag 11.00 Uhr - 17.00 Uhr

Dienstag-Freitag 14.00 Uhr - 17.00 Uhr


Spezielle Öffnungszeiten

1. Mai gemäss Wochentag geöffnet


Caféteria und Park:

Dienstag-Freitag 12.00 - 17.00 Uhr

Samstag, Sonntag, Feiertag 10.00 Uhr - 17.00 Uhr







Ausstellungen 2015



Feminine Futures — The Membrane of The Dream I / II 

(Teil I: 26. April — 21. August/ Teil II: 6. September — 29. November)


The Membrane of The Real

26. April — 29. November 2015 


Festival Tanz Performance

 19. — 21. Juni 2015


Christopher Füllemann

Pauline Boudry & Renate Lorenz

Egopusher

Joëlle Flumet

Latifa Laâbissi

La Ribot & Ruth Childs

Loreta Juodkaité

Mikhail Karikis

King of Trash

Karin Minger

Julia Perazzini

Anne Rochat

Adrien Sina

Sabine Tholen & David Gagnebin-de Bons

Mark Tompkins & Jeremy Wade


Das Museum Langmatt präsentiert 2015 unter dem Hauptthema Verhüllung und Enthüllung des Alltags mehrere transdisziplinäre Ausstellungen, diverse Veranstaltungen sowie vom 19. bis 21. Juni 2015 ein Festival. Thematisch greife diese Events Fragen zur Hülle oder Velum als Filter der Wirklichkeit auf und ermöglichen eine Reflexion über das Bild. Indem sie den Körper und dessen Bewegung in den Vordergrund stellen, beziehen sie sich neben der Kunstgeschichte, der Philosophie oder der Ästhetik, auch auf andere Disziplinen wie den Tanz und die Architektur. Das Velum als Hülle wiederum sorgt für Spannung zwischen öffentlichem Raum und privater Sphäre. Abwesenheit und Gegenwart, Erscheinen und Verschwinden, reale Existenz und geistähnliches Vorhandensein lassen den Schleier zur Schwelle werden, zu einem Teil des ständigen Wechsels zwischen dem häuslichen Charakter der Villa Langmatt und dem industriellen Fortschritt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.


Feminine Futures – 

The Membrane of The Dream I / II

(Teil I: 26. 4. – 21. 8. 2015/ Teil II: 6. 9.  – 29. 11. 2015)

Im ersten Geschoss der Villa Langmatt zeigt das Museum mit Feminine Futures - The Membrane of the Dream I/II, die aussergewöhnliche Sammlung von Adrien Sina. Gleichermassen Künstler wie Kurator hat Adrien Sina es verstanden, seine unter dem Titel Feminine Futures geführten Forschungen rund um eine überraschende Konstellation von Quellen anzuordnen, bestehend aus Originalfotografien, handgeschriebenen Briefen, Zeichnungen, Manifesten, Programmen und Erstausgaben. Mittels innovativer Forschungsansätzen wird diese Sammlung der Öffentlichkeit die Epoche vom Ende des 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts näherbringen. Im Mittelpunkt stehen der französische und italienische Futurismus, die abstrakte Kunst, das Ensemble Ballets Russes, der europäische und amerikanische Expressionismus u. a.


The Membrane of the Real 

26.4. – 29.11.2015

Mit The Membrane of the Real schafft Christopher Füllemann (*1983 in Lausanne) im Park des Museums neue Werke im Zusammenhang mit der Familie Brown-Sulzer und der Geschichte der Industrialisierung. Unter seiner Ägide werden Performancekünstler wie Julia Perazzini und Tänzer anlässlich des Festivals im Juni mit den neuen Werken interagieren. Durch sein Spiel mit multiplen Referenzen nähert sich Christopher Füllemann in situ auf vielgestaltige Weise der Skulptur an. Vom Alltäglichen ausgehend, errichtet er mit unterschiedlichen Materialien verschiedene Denkmäler zum Ruhme einer von Veränderungen geprägten Epoche, die er entweder der Lächerlichkeit preisgibt oder als Grundlage nutzt. Hier ist der Schleier ein Übergang, ein visuelles und mentales Dahinwandern, eine «cosa mentale». Er ist eine von allen möglichen Formen eines fortwährenden Werdens, eine Hymne an die Schöpfung. Ob Füllemann dabei nun einen Sockel verwandelt, mit einer Palme krönt oder mit einem Velum verhüllt, stets knüpft er humorvoll an die Weisheit der Antike an, deren fliessende, in sich eingerollten Falten und Voluten auf Gedankengänge und «surrealisierende» Träume verweisen sollen. Im gleichen Sinne geht er vor, wenn er Würste nach Art von Franz West mischt und kombiniert, Betonkuben an Angelhaken aufhängt und so Referenzen sammelt, Materialien anhäuft und, gleich einem Tänzer, mit dem Betrachter jongliert.

Am 20. Juni 2015 wird er seine Skulpturen in Szene setzen, Choreographien für sie erfinden und Performances entwerfen. Darf da das Versprechen einer Enthüllung in Betracht gezogen werden?

Das Museum Langmatt präsentiert im Untergeschoss den Film, Salomania (2009), von Pauline Boudry und Renate Lorenz. Salomania rekonstruiert einen Tanz: Den Tanz der Sieben Schleier aus dem Stummfilm Salomé von Alla Nazimova aus dem Jahr 1923. Gezeigt und geprobt werden auch Ausschnitte aus Valda’s Solo, das die Choreographie und Filmemacherin Yvonne Rainer 1973 entwarf, nachdem sie Nazimovas Film gesehen hatte. Die Installation beschäftigt sich mit Salome als einer Transgender-Figur und mit dem Motiv einer «queeren» Aneignung des Exotischen. PerformerInnen sind Wu Ingrid Tsang und Yvonne Rainer. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es eine Welle der Begeisterung für die Figur der Salome, die bald den Namen Salomania erhielt. Frauen trafen sich und imitierten den Tanz der Sieben Schleier. Eine Reihe von Tänzerinnen wurde mit Darstellungen der Salome berühmt. Die Figur der Salome stand für unternehmerische Unabhängigkeit und sexuelle Freiheit und wurde zudem zu einer Ikone «sodomitischer» Subjektivität.


Festival Tanz Performance

 19. - 21.06.2015


Museum Langmatt und Kino Royal

Vom 19. bis 21. Juni 2015 findet ein transdisziplinäres Festival im Museum Langmatt und im Kino Royal in Baden statt. Unterschiedliche Vertreter aus der Welt des Spektakels und der Künste schaffen Synergien zwischen Tanz, Architektur und Performance. Ausstellung und Festival geben der Öffentlichkeit Gelegenheit, verschiedene Anfänge der Performance und der pluridisziplinären Methoden nachzuvollziehen, welche mehrere Generationen von Künstlern und Tänzern über das gesamte vergangene Jahrhundert hinweg bis heute inspiriert haben. Allen KünstlerInnen und TänzerInnen ist ein enger Bezug gemein; als VertreterInnen der Avantgarde haben sie ihre Erfahrungen gleich einer Notwendigkeit bei der Rekonstruktion des mythologischen Feminismus — Feminine Futures — erlebt. Der von Adrien Sina konzipierte Tanzpavillon ist der Interaktion zwischen zeitgenössischen Live-Performances und der Projektion von Experimental- oder Avantgarde-Filmen zum Thema Tanz gewidmet. In Abwandlung der Kinesphäre, dem persönlichen Umraum, wie ihn Rudolf von Laban darstellte, schafft diese experimentelle Architektur einen stärker dekonstruierten und verzerrten Raum als die Idealform des Ikosaeders, denn die Utopien, die ganz am Anfang des 20. Jahrhunderts entworfen wurden, zerbrachen schon bald an Kriegen, Traumata und Zerstörungen.

Sehen Sie hier einen Beitrag zur Ausstellung von art-tv.

Loïe Fuller. La Danse Blanche. Photographie d’Isaiah West Taber, 1896. (Collection Adrien Sina)

Loïe Fuller. La Danse Blanche