Ausstellungen 2007 |  |
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Ausstellungen
2009
Sonntag, 13. September bis Sonntag, 15. November
Ausgangspunkt seiner Arbeit als Sommergast war für Beat Zoderer der persönliche Charakter der Kunstsammlungen von Sidney und Jenny Brown und die Verwobenheit von Ausstellungs- mit alltäglichem Wohnraum in der herrschaftlichen Villa Langmatt. Wie wichtig sind dem Künstler Sammelleidenschaft, Haben-Wollen, Jagen, Horten, Erhalten und Ordnen von eigner und fremder Kunst? Wie konstruiert der Sammler sich so ein Weltbild?





Für einmal sind es weniger das Büro oder Lagerräume, welche Material für Zoderers künstlerische Auseinandersetzung liefern, vielmehr reagiert er auf die bereits künstlerisch transponierte Situation von Kunstpräsentation im Wohnraum— wobei die Durchdringung von Kunst- und Alltagsraum in Beat Zoderers Arbeiten stets eine zentrale Frage bildet.
Der Sommergast präsentiert im Museum Langmatt eine präzise auf diesen Kontext komponierte Gegensammlung. Für das Museum Langmatt geschaffene Werke werden ergänzt von Fundstücken aus Zoderers Sammlung — eigenen Werken und solchen von Künstlern und Künstlerinnen, welche seine Sammelleidenschaft geweckt haben. Im ‚Zusammen-hang‘ einer heterogenen Künstlergruppe, wie es eben gerade die Impressionisten auch waren, wird der Blick für die Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der Werke geschärft. Zugleich fordern von Zoderer eingebrachte künstlerische Irritationen in den Ausstellungsräumen den Besucher auf, der gewohnten musealen Sicht zu misstrauen.

Beat Zoderer, geboren 1955 in Zürich, lebt und arbeitet in Wettingen (Kanton Aargau).
Weitere beteiligte Künsterinnen und Künstler:
Joachim Bandau, Aachen; Fritz Balthaus, Berlin; Jill Baroff, New York; Luca Degunda, Zürich; A.D.S. Donaldson, Sydney; Maren Dubnick, Brüssel; Lars Englund, Stockholm; Corsin Fontana, Basel; Tina Haase, Köln; Helena Herendi, Mount Burrell, Australien; Daniel Rovert Hunziker, Willy Müller-Brittnau (1938-2003), Stefan Nestler, Dresden; Ruth Maria Obrist, Baden; Christian Rothacher (1944-2097); Eva Schlegel, Wien; Rainer Splitt, Berlin; Mariusz Tarkawian, Lublin, Polen; Tilman, Brüssel und New York; Emmanuell Villard, Paris
Link zu Pressetext und Presseabbildungen zum
Hans Brühlmann (1878-1911)
Bilder und Zeichnungen
Sonntag 17 Mai bis Sonntag 12. Juli 2009
Hans Brühlmann, geboren 1878 in Amriswil im Thurgau und ausgebildet an der Kunstakademie in Stuttgart, zählt zu den bedeutendsten Schweizer Pionieren der Moderne. Als er sich 1911 das Leben nahm, stand er erst am Anfang einer viel versprechenden Karriere. Zwei Jahre schweren Leidens lagen hinter ihm, verursacht von der Syphilis, einer damals noch unheilbaren Krankheit. Der Verlust eines so hoch begabten jungen Malers und Zeichners erschütterte die damalige Kunstwelt. Gedenkausstellungen fanden nicht nur in Zürich und Basel, sondern auch in Hagen, Köln, München und Berlin statt. Dann geriet sein Werk mehr und mehr in Vergessenheit.
Das Schaffen dieses zu Unrecht vergessenen Künstlers des frühen 20. Jahrhunderts konnte in einer Ausstellung wiederentdeckt werden, welche von Dr. Rudolf Koella im Auftrag der Fondation Saner in Studen bei Biel erarbeitet wurde. Dass sie auch in Baden gezeigt wird, hat seinen Grund darin, dass Sidney und Jenny Brown für ihre Sammlung schon früh drei Werke von Brühlmann erworben haben.

Zwei stehende Frauen unter Bäumen, 1910
Öl auf Karton
Fondation Saner, Studen
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 | Sommergäste: Christian Vetter - das Haus, die Familie |  |
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 | Sonntag, 23. September bis Sonntag, 18. November 2007
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 | |   |  | Christian Vetter, im Park, 2006
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 | Die Ausstellung setzt sich mit der Geschichte der Industriellenfamilie Brown und der Architektur der Villa Langmatt auseinander. Ausgehend vom Fotoarchiv der Familie lotet Christian Vetter in Bildern und Installationen den Raum zwischen den einzelnen Familienmitgliedern aus, erkundet innere und äussere Räume. Der 1970 in Zürich geborene Künstler versucht die Villa Langmatt als Ort des reibungsvollen Wechsels zwischen Repräsentation und Festigung von Familienwerten zu begreifen.
Link : Auf Art-tv.ch finden Sie einen ausführlichen Beitrag zur Ausstellung |  |
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 | |   |  | Christian Vetter, Spätherbst, 2006
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 | |  | Christian Vetter Sidney l, 2006 Lithographie-Tusche,Sepia-Tusche, Gouache auf Papier Im Besitz des Künstlers |  | Christian Vetter Sidney ll, 2006 Lithographie-Tusche,Sepia-Tusche, Gouache auf Papier Im Besitz des Künstlers |
| Ausstellungen 2008
Sommergäste
Mireille Gros & Fränzi Madörin: Tiden, Wetter und anderes

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M. Gros, der Meteorologe hält Ausschau, 2008, 29,0 x 33,0 cm, Tusche
das unstabile
das verunsichernde
alles im fluss, alles im wandel
fuzzy logic und das chaos
das wetter hat system, es ist ein chaotisches system
M. Gros und F. Madörin
Die Impressionisten-Sammlung des Museums Langmatt beherbergt zahlreiche Werke, die nach der Natur entstanden sind. Der Widerspruch zwischen geschlossenem, lichtgeschütztem Ausstellungsraum und der angestrebten Freilichtmalerei der Impressionisten steht für die diesjährigen Sommergäste, die Zeichnerin Mireille Gros und die Musikperformerin Fränzi Madörin, am Beginn ihrer Arbeit.
Ausgehend von Eugène Boudins (Honfleur 1824-1898 Deauville) kleinformatigem Gemälde Wäscherinnen am Ufer der Touques (1895, Öl auf Holz, 24 x 35 cm), dessen rauchende Schornsteine im Hintergrund auf die zunehmende Industrialisierung in Europa am Ende des 19. Jahrhunderts hinweisen, holen die Künstlerinnen in «emotionalen Landschaften» die Unberechenbarkeit und Flüchtigkeit der Witterung in die organisierte Welt der Industriellenvilla. In Form eines assoziativen Dialogs, zu dem ebenfalls Wandzeichnungen mit zwei Spiegelungen des besagten Boudin-Bildes zählt, erkunden sie auf zeichnerischer und tonkünstlerischer Ebene instabile Anordnungen – Wetterzustände, Wandel in der Natur, Stimmungen – und deren verborgenen Zusammenhänge. Die Ausstellung widmet sich somit den letztlich nicht wissenschaftlich exakt messbaren und fassbaren Dimensionen von «Zeiträumen und Raumzeiten» (M. Gros): Es ist das Unbestimmte, von den Wissenschaftlern mit dem Begriff «fuzzy logic» (dtsch. Unschärfen-Logik) umschrieben, welches die Künstlerin beschäftigt: «Nicht deshalb, weil ich die Welt so haben möchte, sondern weil ich die Welt so erlebe.» Die Erkundung von «Zwischenräumen» und «Zwischenzeiten» durchzieht das gesamte Œuvre von Mireille Gros, welches neben Zeichnungen ebenfalls Gemälde, Video-Arbeiten und Installationen umfasst: so bildete das Ufer und der Strand als (Zwischen-)orte, wo sich Wasser und Erde begegnen oder die Morgen- und Abenddämmerung als (Zwischen-)zeiten, wo sich Nacht und Tag treffen, schon in früheren Werkgruppen ein zentrales Thema: «Im Weiss hat es immer ein bisschen Schwarz und im Schwarz hat es immer ein bisschen Weiss, es ist eine ständige Begegnung der Extreme. Es ist eben fliessend, nicht absolut, das heisst nicht ‚entweder oder’, sondern ‚sowohl als auch’.»
Ebenso wie bei den ersten Sommergästen Michael Günzburger & Petra Ronner (2006), wird die diesjährige Sommergäste-Ausstellung mit musikalischen Interventionen bereichert: Audioguides, heute in Museen vornehmlich zur kunsthistorischen Wissensvermittlung eingesetzt, rüstet Fränzi Madörin mit eigens für die Ausstellung komponierte Musik, Texten und Klängen aus und macht sie damit zu einem eigenständigen Ausstellungsteil: «Es ist nicht mein Ziel, einen musikalischen Museumsguide zu machen. Mit meiner Musik schaffe ich zusätzliche Räume, eine zusätzliche Welt, die sich wie selbstverständlich mit der Bilderwelt von Mireille verwebt.»

M. Gros, Waten (Strandleben), 2008, 32,0 x 50,0 cm, Tusche
Mireille Gros
Théophile-Alexandre Steinlen (1859 - 1923)
Chronist des 'Fin de siècle'
27. April – 6. Juli 2008

Théophile-Alexandre Steinlen
Yvette Guilbert, 1894, Farblithographie
Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung
Der in Lausanne geborene Künstler Théophile-Alexandre Steinlen kam mit 22 Jahren nach Paris, wo er sich ganz der Schilderung des Lebens auf der Strasse verschrieb: den Vergnügungen und Verlockungen von Montmartre ebenso wie der Not und Armut der Arbeiter und Vagabunden. Bekannt ist Steinlen, der zusammen mit Toulouse-Lautrec zu den herausragendsten Zeichnern seiner Zeit gehört, heute vor allem für seine Katzendarstellungen, die im 1894 erschaffenen Plakat für das legendäre Kabarett „Chat Noir“ ihren Höhepunkt fanden.
Die Ausstellung, die rund 70 Werke aus privaten und öffentlichen Sammlungen aus der Schweiz und aus Frankreich vereint, präsentiert das reichhaltige Werk des Künstlers in seinem ganzen Motivreichtum: Sängerinnen und Liebespaare, Wäscherinnen und Bettler, Streikende und Prostituierte sowie die Misere und Not des Ersten Weltkriegs. Dabei ist Steinlen kein unerbittlicher Kritiker, sondern ein von humanistischer Gesinnung getragener Chronist, dem es gelingt, das Alltagsleben der französischen Hauptstadt um 1900 mit all seinen gesellschaftlichen und politischen Widersprüchen erfahrbar zu machen.
Weitere Informationen zum Künstler
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 | Max Laeugers Arkadien Keramik Garten Bau Kunst
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 | Sonntag, 22. April bis Sonntag, 15. Juli 2007
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 | |   |  | Max Laeuger in seinem Atelier Karlsruhe, um 1935. Photographie von Carl Albiker
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 | Max Laeuger (Lörrach 1864 - Lörrach 1952) gilt als zentrale Figur im Aufbruch zur Moderne. Zum ersten Mal wird in einer Ausstellung sein wegweisendes Wirken - von der Keramik bis hin zu Architektur und Gartenbau - in ganzer Breite einem grösseren Publikum präsentiert. Klarheit und Natürlichkeit in der Aussage, ob in Kunst oder Lehre, charakterisieren das facettenreiche Schaffen Laeugers, der in Zusammenarbeit mit Karl Moser auch für die ursprüngliche Innenausstattung der Villa Langmatt (1900/01) verantwortlich war. Die Ausstellung zeigt eine Fülle von Keramikarbeiten und Werke auf Papier vom Jugendstil bis zu den frühen 50er Jahren und wird zudem Gelegenheit bieten, zwei bedeutende private Laeuger-Sammlungen aus der Schweiz zu entdecken. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
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Ausstellungen 2006
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 | |  | Maurice Denis (1870-1943) Ambroise Vollard 1899 Bleistift und Rötel |
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 | Sonderausstellung
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| Renoir, Cézanne, Picasso und ihr Galerist Ambroise Vollard |  |
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 | Sonntag, 23. April bis Sonntag, 16. Juli 2006 Die Ausstellung vereinigt Gemälde, druckgraphische Editionen und Bronzen von Renoir bis Picasso, welche die zentrale Rolle des bedeutendsten französischen Galeristen und Verlegers Ambroise Vollard (1866-1939) illustrieren. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog à CHF 45.00. |  |
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