8.9. – 8.12.2019

Wenn Bilder sprechen könnten... – Impressionistische Meisterwerke erzählen ihre Geschichte

Die Sammlungsausstellung Wenn Bilder sprechen könnten… präsentiert ausgewählte Meisterwerke des französischen Impressionismus und ihre erstaunlichen Geschichten unter Einbezug von bislang nicht gezeigten Archivalien und historischen Fotografien. Das 2018 erschlossene Archiv des Museums Langmatt bietet hierfür neue Möglichkeiten. Überraschend viel ist über die Erwerbungsumstände der Bilder bekannt. Es existieren detaillierte Kaufverträge, Briefe, Postkarten und historische Fotografien. Sie vermitteln ein lebendiges Bild, wie und unter welchen Umständen sie von den Browns in Paris vor und während des Ersten Weltkriegs erworben wurden.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand die grossformatige, dunkeltonige Landschaftsmalerei der Münchner Schule im Zentrum des Interesses von Sidney und Jenny Brown. Daher die beachtliche Höhe der Galerie, die sie für ihre rasch wachsende Sammlung 1906 von Karl Moser als Erweiterungsbau errichten liessen. Doch bald darauf änderten sich ihre Präferenzen. Auf Vermittlung des in Paris lebenden Winterthurer Malers Carl Montag begannen sie ab 1908 eine der bedeutendsten Sammlungen französischer Impressionisten in der Schweiz aufzubauen. Die allermeisten Werke erwarben die Browns zwischen 1908 und 1919, eine wahre Pionierleistung, denn zu dieser Zeit waren die Impressionisten beim breiten Publikum noch nicht anerkannt. Daher versprachen sie weder gesellschaftliches Prestige noch ökonomische Rendite. Niemand ahnte die exorbitante Preisentwicklung im weiteren Verlauf des Jahrhunderts. 1910 schreibt Jenny Brown in ihr Tagebuch: «Wir sitzen jeden Abend vor den Impressionisten im Atelier [1. OG], da wir sie noch nicht hinunter zu transportieren wagten, allzu viel Fragen von den Bekannten fürchtend».

Bild: Paul Cézanne, Pfirsiche, Karaffe und Figur, um 1900, Öl auf Leinwand, 60 x 73 cm, Museum Langmatt

Übersicht

Termine

Samstag, 7. September, 17.00 Uhr
Vernissage

Mittwoch, 11. September, 12.15 Uhr
Führung durch die Ausstellung

Mittwoch, 9. Oktober, 12.15 Uhr
Führung durch die Ausstellung

Freitag, 15. November, 17.00 Uhr
Teatime Überlebensstrategien von Privatsammlungen
Lukas Gloor, Direktor der Stiftung E.G. Bührle, im Gespräch mit Markus Stegmann

Weitere Veranstaltungen...

Öffnungszeiten und Tickets

Di–Fr14–17 Uhr
Sa/So11–17 Uhr
  
bis 18 Jahre: freier Eintritt
Museumseintritt regulär:CHF 12.-
Museumseintritt ermässigt:CHF 10.-
Veranstaltungen regulär:CHF 15.-
Veranstaltungen ermässigt:CHF 12.-

 

Mehr Informationen finden Sie unter Besuch.